Grabarten für eine Feuerbestattung

•   Wahlgrab 

Bei einem Wahlgrab können die Angehörigen in ausgewiesenen Bereichen eine freie Grabstätte auswählen. Teilweise ist auch eine übertiefe Belegung möglich. Es sind meist mehrere Gräber in einer Grabstätte vorhanden. Außerdem besteht ein Anspruch auf Verlängerung des Nutzungs-/Grabrechtes. Nach Ablauf der Ruhefristen ist eine erneute Bestattung möglich. Die Grabstätte wird von Angehörigen gepflegt und ist namentlich gekennzeichnet. 


•   Reihengrab

Bei einem Reihengrab ist nur eine Bestattung in der Grabstätte möglich. Nach Ablauf der Ruhefrist gibt es keine Möglichkeit zur Verlängerung. Die Grabstätte wird vom Friedhofsträger zugewiesen, d.h. die Angehörigen haben keine Wahlmöglichkeit. Die Grabstätte wird i.d.R. durch Angehörige gepflegt und ist durch ein Grabmal namentlich gekennzeichnet. 


•   Urnennische 

Eine Urnennische befindet sich in einer Urnenwand oder in einem Kolumbarium. Die Angehörigen können i.d.R. einen freien Platz auswählen und haben die Möglichkeit zur Verlängerung des Nurtzungsrechtes. Je nach Größe der Nische sind bis zu vier Beisetzungen möglich. Die Nische darf meist nicht geschmückt werden, die Gestaltung der Abdeckplatte ist dagegen entweder vorgegeben oder kann individuell erfolgen.


•   Historisches Urnengemeinschaftgrab

Auf dem Schwabacher Waldfriedhof gibt es ein historisches Urnengrabfeld, in dem über 100 Jahre alte Grabstätten zu finden sind. Bei dieser besonderen Grabart können die Urnen mehrerer Verstorbener beigesetzt werden. Die Vergabe des Grabplatzes erfolgt meist der Reihe nach. Die Namen und Daten der Verstorbenen werden in diesem Fall an einem zentralen Grabmal dokumentiert. Das Grabfeld wird vom Friedhofsträger angelegt und gepflegt. Bei dieser Grabart ist nur wenig persönlicher Schmuck erlaubt.


​•   Anonyme Grabstätte 

Meistens handelt es sich hierbei um Rasenflächen, die speziell für die Beisetzung von Urnen reserviert sind. Die Beisetzung erfolgt i.d.R. "im Stillen", d.h. ohne Teilnahme der Angehörigen. Die Vergabe des Grabplatzes erfolgt der Reihe nach und das Grabrecht wird nicht verlängert. Die Anzahl der Urnen pro Grabfeld ist begrenzt. Das Feld selber ist gekennzeichnet, die Grabstelle dagegen nicht. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine namenstafel an einer zentralen Stele anbringen zu lassen. Gepflegt wird es durch den Friedhofsträger, welcher auch die einzelnen Bestattungsplätze kennt. Die Angehörigen kennen die genaue Lage der Grabstätte nicht.


•   Baumgrab/Friedwald 

Während ein Baumgrab ein Teil eines Friedhofes ist, ist ein Friedwald ein Wald, der als Friedhof ausgewiesen ist. In beiden Fällen erfolgt die Urnenbeisetzung im Wurzelbereich eines ausgewählten Baumes. Um die Pflege dieses Baumes kümmert sich die Friedhofsverwaltung bzw. der Förster. Die Nutzungszeit kann verlängert werden. Bei einem Baumgrab erfolgt die namentliche Kennzeichnung an einer zentralen Stele, im Friedwald dagegen kann an dem entsprechenden Baum eine Namenstafel angebracht werden.